Ausfahrt 2001          Alpbachtal in Tirol

 

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Ausfahrt 2001          Alpbachtal in Tirol

In diesem Jahr luden Irene und Peter Asmus zu einer Jubiläums-Ausfahrt. Zum zwanzigsten Mal jährte sich 2001 die gemeinsame Ausfahrt der Goggomobil und Kleinwagen-IG und darf damit wirklich als Klassiker bezeichnet werden. Unser Ziel war das Alpbachtal im benachbarten Tirol.

In Pang bei Rosenheim war der Treffpunkt für 21 begeisterte Piloten von kleineren und größeren Wagen. Eine bunte Mischung verschiedener klassischer Autos waren am Start. Als Highlight darf ohne Zweifel der wunderschöne Champion 400 von Lothar Klieber bezeichnet werden. Zahlreich waren auch Goggos vertreten. Familie Bösser hielt auch die weite Anreise von Linsengericht nicht ab, um in diesem Jahr wieder dabei zu sein. Die anderen Fahrzeuge, zwei Käfer Cabriolets, Fiat Topolino B 500, BMW Isetta 250, Austin Sprite, Porsche 914 und 911, Jaguar XJ6, Ford Consul Capri GT und als Service-Wagen Wolfgang Kristens VW 411 mit Anhänger, bildeten einen eindrucksvollen Korso. Peter Schücker musste diesmal auf seinen rechtsgesteuerten NSU 1000 C verzichten, weil der Scheibenwischermotor streikte. Er trat mit einem VW Derby der ersten Baureihe an. Wir starteten nach Peter Asmus’ Begrüßungsansprache und einer Kurzeinweisung in unser Rosenheimer Abbiegesystem. Über versteckte Schleichwege fuhren wir Richtung Brannenburg und Tatzelwurm-Paßstraße. Diese gebührenpflichtige Straße war die erste Bergprüfung für unsere Wagen, zu der uns Maria und Sepp Edmüller in ihrem Sprite führten. Die teilweise mit beachtlichen Steigungen versehene Straße schlängelte sich entlang dicht bewaldeter Berghänge hinauf zur Tatzelwurm-Alm, von dort über Wall bergab, begleitet von dichten Nebelschwaden nach Oberaudorf. Weiter ging es nach Kiefersfelden, wo wir uns kurz vor dem Grenzübergang nach Kufstein sammelten. 


Unser Treffpunkt, Pang bei Rosenheim


Kurzer Halt in Kiefersfelden

Bis auf Klaus Zehentner’s Jaguar, der ein wenig Motoröl verlor, waren alle Autos gut über die Tatzelwurmstraße gekommen. Langsam kamen die ersten blauen Stellen am Himmel zum Vorschein, während es am frühen Morgen an gleicher Stelle noch heftige Regenschauer gab. In Kufstein bogen wir in Richtung Langkampfen ab. Die wenig befahrene Nebenstraße führt in weitem Abstand zur Autobahn durch das Inntal. Von Niederbreitenbach an wurde die Fahrbahn etwas enger, der Fahrspaß auf der abwechslungsreichen Strecke aber immer größer. Klaus-Dieter Henschel mit seinem Porsche 914 sperrte kritische Straßenmündungen zuverlässig ab, so dass wir nicht ständig auseinander gerissen wurden. Die Orte entlang der Route sind durch den Fremdenverkehr recht belebt und überall blieben Passanten stehen, um uns zuzuwinken. Auch entgegenkommende Oldtimer wurden mit Lichthupe begrüßt. Wie wir später erfuhren, konnten es viele Teilnehmer kaum erwarten ihr Fahrzeug bei unserem Etappenziel, dem „Silberbergwerk Schwaz“, abzustellen. Grund für diese Sehnsucht war zunächst nicht das Silberbergwerk, sondern allein die Tatasche, dass es dort eine Toilette gab. 

In der Bergwerkswirtschaft war für das Mittagessen schon ein Nebenraum  reserviert. Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch die "neuen Gesichter" ein wenig besser kennenlernen. Der Parkplatz vor dem Restaurant war extra für unsere Fahrzeuge abgesperrt worden. Die anderen Besucher des Bergwerks sahen das als willkommene Zugabe. Fotoapparate und Videokameras wurden gezückt, um unsere Oldies abzulichten.

Robert und Monika Reichenbach konnten mit ihrem Glas Isar aus Zeitgründen nicht weiter mit uns fahren und mussten leider vorzeitig den Heimweg antreten. Etwa die Hälfte der Teilnehmer entschied sich für das Silberbergwerk, während der Rest 15 km weiter in Wattens die “Kristallwelt Swarovski“ besuchte. Für beide Attraktionen hatten wir leider zu wenig Zeit zur Verfügung. Man hatte also die Qual der Wahl. Trotzdem waren alle mit dieser Regelung zufrieden und keiner hatte seine Entscheidung bereut.

Gegen 16 Uhr sammelten sich beide Gruppen wieder am Silberbergwerk, um die Fahrt zu unserem Zielpunkt, dem Hotel Wiedersbergerhorn in Inneralpbach fortzusetzen. Wolfang Kristen konnte die Befürchtung von Lothar Klieber zerstreuen, dass die 14 PS seines Champion 400 bei der langen Bergfahrt zu wenig sein könnten. Und so sollte es dann auch sein. Entlang eines Gebirgsbaches schlängelte sich die Straße nach Inneralpbach hinauf. Streckenweise waren schon kernige Steigungen zu bezwingen, für unsere Autos aber kein Problem. Während der ganzen Fahrt fiel auf, dass die Goggos kaum Ölfahnen nach sich zogen. Offenbar machen sich gute Zündungseinstellung und moderne Zweitakt-Öle doch bemerkbar. Knapp 20 km lang war die Anfahrt, bevor wir auf dem großzügigen Parkplatz vor unserem Hotel unsere Fahrzeuge abstellten. Leider konnten nicht alle Teilnehmer im Hotel Wiedersbergerhorn untergebracht werden und mussten in benachbarte Hotels und Pensionen einquartiert werden. Doch dies war schon im Vorfeld bekannt. Die anderen Herbergen waren nur einen Steinwurf entfernt, also kein Grund, sich nicht auf den kommenden, geselligen Abend zu freuen.

Unsere Unterkunft, das Hotel Wiedersbergerer Horn

 


Die malerische Altstadt von Rattenberg

Bis auf den 911er Porsche der Familie Danisch, der mit einem gebrochenen Verteilerdeckel und verstellter Zündung zu kämpfen hatte, waren an den anderen Fahrzeugen keine, oder nur verzeihbare Störungen aufgetreten. Wolfgang Kristen hatte glücklicherweise einen ruhigen Job. Nach dem Quartierbezug war bis zum Abendessen noch genügend Zeit für Benzingespräche. Auch Peter Asmus’ Tip für einen romantischen Fotoplatz (für’s Auto!) wurde gerne angenommen. Karl Zimmerhackl traf erst gegen 19 Uhr mit seiner Goggo Limousine ein. Leider stehen seine Arbeitszeiten immer gegen eine gemeinsame Fahrt mit allen Teilnehmern, aber dabei sein, ist alles!

Um 20 Uhr trafen wir uns zum Abendessen. Das reichhaltige Menu überzeugte alle. Peter Asmus nahm seine kleine Ansprache nach dem Essen zum Anlass, um die Mitfahrer, die uns das erste Mal auf unserer Ausfahrt begleiteten vorzustellen und Michael Scharpf ein "Präsent" zu überreichen. Michael hat, mit Ausnahme von Peter und Irene natürlich, bei allen 20 IG-Ausfahrten teilgenommen. Auch Wolfgang Kristen erhielt zum Dank für die technische Betreuung der Teilnehmer ein Automodell überreicht.

Alle nutzten den Abend bis spät in die Nacht für Benzin- und Schraubergespäche. Schließlich trifft man manche Teilnehmer nur einmal im Jahr anlässlich der Ausfahrt.

Am Sonntagmorgen überraschten wir Sascha Wimmi bei der Reparatur seiner Isetta. Bei einer "off-road"-Einlage, einer freiwilligen Fahrt durch ein Bachbett, unterschätzte er die Bodenfreiheit des kleinen BMW's. Im weißen Hemd montierte er den abgefallenen (Original!-)Auspuff wieder fachgerecht unter die Isetta. 

Pünktlich um 9 Uhr ging es, gestärkt von einem reichhaltigen Frühstück, wieder bergab nach Rattenberg.  Die Geschäfte in der Fußgängerzone der bekannten Glas-Stadt (natürlich ist Dingolfing die „richtige“ GLAS-Stadt..) hatten auch Sonntags geöffnet und luden zum Bummel durch die romantischen alten Häuserzeilen ein. Viele Teilnehmer waren so begeistert von der Altstadt, dass sie Rattenberg als Zielpunkt einer zukünftigen Sonntagstour fest einplanen werden.

Nach der Stadtbesichtigung traten Lothar Klieber, sowie Michael Scharpf und Franz Heigele schon die Heimfahrt an. Alle hatten noch einen weiten Weg nach Hause vor sich und wir drückten ihnen für einen pannenfreien Nachhausweg die Daumen.

Für den verbliebenen Rest ging die Fahrt im Inntal weiter zum Reinthaler See, wo Peter zum Mittagessen einen großzügigen Parkplatz auf dem angrenzenden Campingplatz organisiert hatte. Auch hier wurden unsere Fahrzeuge zum willkommenen Fotoobjekt für die Besucher und Gäste. Beate und Ralf Bösser verabschiedeten sich hier, um die weite Heimreise anzutreten. So machten sich auch die restlichen Teilnehmer auf, um den Endpunkt dieser gelungenen Ausfahrt anzusteuern. Vor Niederbreitenbach war nochmals ein „Photo-Stopp“ vorgesehen, den besonders Charly, der Hund von Johanna und Klaus Zehentner, nutzte, um seine Kunststücke im Schwimmen und Tauchen im vorbei fliesenden Bach zu zeigen.

Über Kufstein führte unsere Route auf den österreichischen Innseite über Ebbs und Windshausen weiter nach Neubeuern. Der malerische Ortskern von Neubeuern zieht besonders am Wochenende reichlich Ausflügler an. So hatten wir zunächst kleine Parkplatzprobleme, die wir aber nach ein paar Rangierarbeiten lösen konnten. Überraschenderweise hatte Wolfgang Kristen mit seinem Gespann innerhalb weniger Augenblicke eine passende Lücke gefunden. Die Aussichtsplattform des Cafes bot einen imposanten Ausblick über das Inntal in Richtung Süden. Die meisten zogen es aber vor, im Schatten ihr Eis oder den Cafe zu genießen. Gegen 16 Uhr traten wir dann nach einer ausgiebigen Verabschiedungszeremonie den Heimweg an.

Alle Teilnehmer waren von dieser Ausfahrt restlos begeistert. Viele neue Kontakte wurden geknüpft, alte wieder aufgefrischt. Die Reiseroute, die Ausflugsziele und auch die Unterkunft waren perfekt ausgewählt. Hier lässt sich die Arbeit, die Irene und Peter Asmus in die Organisation dieser Ausfahrt gesteckt haben, nur erahnen. Vielen Dank an dieser Stelle im Namen aller Teilnehmer!

Wegen der vielen Bilder haben wir eine Photoshow zusammengestellt, in der Sie nach belieben blättern können.

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© Cersten Richter 2001 
Letzte Aktualisierung: 08.02.2002